Bhagavantee A. Paul

  Mein Name ist Bhagavantee Annett Paul. Soweit ich mich zurückerinnern kann, hat mich Musik schon mein ganzes Leben lang begleitet. Da meine Mutter Musiklehrerin war, habe ich sicher schon vor meiner Geburt intensiv ihren Geräuschen, Klängen und Liedern lauschen dürfen. In ein paar Momentaufnahmen meiner Erinnerung sehe ich mich als Kind abends heimlich an der Wohnzimmertür stehen und rauschenden Sinfonien lauschen.

Wir hatten ein Klavier und wenn meine Mutter manchmal spielte, saß ich unten drunter und kroch förmlich in die Klänge hinein. So kam ich halt auch dazu, Klavier zu lernen, obwohl ich die 10 Jahre Musikschule wohl kaum durchgehalten hätte, wenn meine Eltern nicht einen gewissen Druck ausgeübt hätten. In der siebten Klasse fand ich endlich Gefallen dran, da aus dem Üben endlich ein Musizieren wurde. Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass ich das Klavier doch nicht zum Fenster rausgeworfen habe.

Gesungen haben wir auch oft miteinander, meist bei langen Autofahrten. Und das Singen hat mich immer sehr fröhlich gestimmt. So entging ich Gott sei Dank der entmutigenden Erfahrung, die Kinder oft in der Schule machen: dass ihnen das Singen verleidet wird, weil sie es eben nicht gut genug können. Heute ist es mir ein besonderes Anliegen, die Freude am Musizieren zu fördern, insbesondere bei Kindern, die es von Natur aus noch sehr gern und ungezwungen tun. 


gandharvaloka-linz-1.jpg gandharvaloka-linz.jpgWie das bei Kindern so ist, hatte ich immer wieder neue Berufswünsche. Zuerst wollte ich Ärztin werden, wirklich lange Zeit. Dann unbedingt Förster, weil ich den Wald so liebte.  Als ich hörte, dass das eher harte Männerarbeit wäre, ließ ich davon ab. Dann kam Saatzüchterin an die Reihe, weil wir einen Garten hatten und Pflanzen mich sehr faszinierten. Irgendwann merkte ich, dass dieser Beruf doch nicht ganz meinem Ideal entsprach und ich wandte mich eher meinen künstlerischen Neigungen zu. Nein, Musik wollte ich wirklich nicht studieren, mich schreckte das viele Üben ab. Mir reichte es, wenn ich ein bisschen zu meiner Freude spielte. Es zog mich eher in die Kunst- und Designerwelt, zum Töpfern, Nähen, Basteln, Gestalten, Malen. In unserer Stadt gab es die Hochschule für Kunst und Industrielle Formgestaltung, die so genannte „Burg“. (Burg Giebichenstein) Und diese zog mich magisch an. Nur leider gab es eine berüchtigte Eignungsprüfung zu bestehen, der ich mich auch zu unterziehen hatte. Dafür hieß es zeichnen und malen zu üben. Hmm, war auch nicht so meins. Irgendwie hatte ich es nicht so mit ausdauerndem Training und noch weniger hatte ich den Ehrgeiz, mein hochgestecktes Ziel wirklich zu erreichen. Es war ja so schwierig und ich musste so gut sein, um angenommen zu werden. Und dann war das auch die Zeit, wo ich mich nach dem Sinn des Lebens überhaupt fragte und sehr oft keinen sah. Das raubte mir zusätzlich den Mut und den Optimismus.

Also, nach ein paar Jahren gab ich den Gedanken auf, Kunst studieren zu wollen. Übrigens war das die Zeit der großen Umbrüche in Deutschland und Europa, die Wende 1989. Da wusste eigentlich keiner, was passieren würde. Als die Grenzen dann offen waren, ergoss sich nicht nur ein großer Strom Menschen gen Westen, es kamen auch viele neue Ideen zu uns in den Osten herüber. Es war nämlich in der Tat so, dass wir im Osten von vielem abgeschnitten waren, nicht nur was die materiellen Dinge betraf, sondern vor allem das geistige Gut. 

Die Zeit der Wende bedeutete auch eine Wende für mein persönliches Leben. Da ich noch immer nicht wusste, welchen Beruf ich wirklich wählen sollte, es mich aber immer zu Kunst und Musik hinzog, hat dann wohl das Schicksal nachgeholfen. Durch meine Mutter lernte ich die Waldorfpädagogik kennen, die meiner Lebenshoffnung tatsächlich Flügel verlieh. Tief in mir drinnen war nämlich immer der Wunsch, durch eine vollkommene Erziehung/Bildung neue Menschen heranwachsen zu lassen. Und da fängt man natürlich am besten bei den Kindern an. (Heute ist mir klar, dass die Kinder auch nur so gut werden können wie ihre Vorbilder, die Erwachsenen. - Kennt ihr den Witz „Wie sollen wir denn unsere Kinder erziehen, wenn sie uns eh alles nachmachen? -  Darum habe ich begonnen, erst einmal mich selber zu erziehen.)
Um wieder zur Berufswahl zurück zu kommen: die Waldorfpädagogik erschien mir mit ihrer künstlerischen Praxis der perfekte Beruf zu sein, daher wollte ich Waldorfkindergärtnerin werden, was dann letztlich doch nichts wurde, weil ich Eurythmie zu studieren begann, eine Art Tanzkunst, wo Sprache, Musik, Dichtung, Malerei, Farblehre, Pädagogik, Therapie zu einem faszinierenden Ganzen zusammen geführt werden. Perfekt für mich, all meine Neigungen unterzubringen. (Aha, doch Kunststudium...)

Ich zog von Halle nach Nürnberg, vom Osten in den (Süd)Westen. Und fühlte mich, als wenn ich durch ein magisches Tor in eine andere Dimension gelangt wäre. Es wurde der Beginn meiner spirituellen Reise.

In Nürnberg lernte ich sehr bald das Sri-Chinmoy-Center kennen und wusste ziemlich schnell mit absoluter Sicherheit, dass ich dorthin gehörte. Im Oktober 1990 wurde ich Schülerin von Sri Chinmoy. Nach über 20 Jahren bin ich es noch immer. Meine Liebe zur Musik und Kunst habe ich gerade durch den immensen Einfluss Sri Chinmoys auf ganz neue, eben spirituelle Weise, ausleben können, auch wenn ich mir das alles ganz anders vorgestellt habe. Wie es halt so ist im Leben: der Mensch denkt, Gott lenkt.

gandharva loka linz.jpgDiese Fotos hier zeigen den Ort, wo ich lange gearbeitet habe: ein Geschäft voller Musikinstrumente, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen: sie kommen aus allen Kulturkreisen der Welt, sind im Aussehen und Klang meist ungewöhnlich und in einem Laden selten in dieser Vielfalt zu sehen. Er ist sogar in gewisser Weise ein Museum für musikalische Kultur. Die Welt der Klänge übt eine starke Anziehung und Wirkung auf mich aus und gerade die Beschäftigung mit anderen Kulturen hat meinen Horizont mächtig erweitert. Daher möchte ich gern mehr über diesen besonderen Ort schreiben: das Klanghaus "Gandharva Loka".
Den Namen „Gandharva Loka“ erhielt das Musikgeschäft von Sri Chinmoy. Überhaupt ist es auf seine Anregung hin entstanden, da er einige seiner Schüler inspiriert hat, eigene Firmen zu gründen. Das erste Klanghaus wurde 1989 in Zürich eröffnet, später folgten die Filialen in Salzburg, Wien, Nürnberg, Graz. Wer mehr darüber wissen will, sollte auf diese website schauen: www.gandharvaloka.com

Gandharva Loka kommt aus dem Sanskrit und bedeutet: Das Reich der Himmlischen Musiker. Sri Chinmoy sprach öfter von den Gandharvas, die Wesen von einer sehr hohen Bewusstseinsebene seien und begnadete Musiker und Sänger inspirieren würden. (In den berühmten indischen Schriften Ramayana und Mahabharata werden sie häufig erwähnt.) Ich bin sicher, dass sie hier auf der Erde durch uns einen Platz gefunden haben, sich zu verkörpern und die Musikwelt zu bereichern. Auch wenn die spirituelle Dimension solcher Geschäfte nicht immer erkannt bzw. geschätzt wird. Allerdings habe ich schon oft erleben dürfen, wie Menschen, die in den Laden kommen, von etwas berührt werden, was sie selber gar nicht benennen könnten. Sie gehen verwandelt hinaus. Für mich ist klar, dass es die Berührung der himmlischen Musiker ist.

gandharvaloka-linz-3.jpgSri Chinmoy legte immer großen Wert auf Musik, war er doch selbst unermüdlicher Komponist einer unendlichen Fülle spiritueller Lieder und auch aktiver Musiker. Für ihn war Musik ein Medium für subtile innere Erfahrungen, die Virtuosität stand nicht im Vordergrund. Und ich möchte dazu sagen, dass sich mein Musikverständnis sowohl durch seine Art zu musizieren als auch die Instrumente, mit denen ich zu tun hatte, sehr verändert hat. Ich habe die Schönheit, die einem einzigen Ton oder Klang innewohnt, entdecken dürfen, ich habe auch gelernt, hinter die Musik zu hören, das Bewusstsein darin zu erspüren. Dadurch tritt der Anspruch auf perfektes Instrumentenspiel in den Hintergrund und die spontane, kindliche Freude an Klängen kommt zurück. Das ist es auch, was ich unserer Kultur wünsche: dass Musizieren wieder für jeden Menschen zugänglich ist und nicht nur von wenigen ausgebildeten Virtuosen vorgetragen werden kann oder darf. In Naturvölkern war Musik ja immer ein Teil des sozialen Lebens, in das alle eingebunden waren. Tanz, Gesang, Arbeit, Feste, Rituale, Heilung waren ein zusammengehöriges Ganzes. Ob wir wieder dahin kommen?

trommeln.jpgWenn ich so zurückschaue, finde ich sehr viele meiner damaligen beruflichen Bestrebungen in dem, was ich heute tue, wieder. Nichts geht wirklich verloren, Talente können auf immer wieder neue Weise eingesetzt werden. Und vor allem für einen höheren Zweck. Sri Chinmoy betont immerzu den Aspekt von „selfgiving“ – sich selbst zu geben, zu schenken. Das sei die beste Weise, um glücklich zu sein und bleibende Zufriedenheit zu gewinnen. Sich Gott zu schenken.
Für mich bedeutet das, sich der höheren Führung anzuvertrauen, die immer weiß, was gut für einen ist. Aufzuhören, nur nach der Erfüllung eigener selbstsüchtiger Wünsche zu streben. Sich zu einem Instrument, Sprachrohr Gottes zu machen. Frei zu werden von Enge, Begrenzung, Egoismus.
Was nichts anderes bedeutet als lebenslanges Lernen und Wachsen. Das ist der spirituelle Lebens- und Reifungsprozess, der nie aufhört. Oder doch? Vielleicht dann, wenn man am Tor der Vollendung angekommen ist, wenn man eintaucht in die große göttliche Umarmung des Eins-mit-Allem-Seins.
 

Mittlerweile bin ich durch meinen starken Wunsch, Musik zu unterrichten und in direkter Weise an Menschen zu vermitteln, in die Musikstadt Salzburg gezogen. Hier unterrichte ich nebenberuflich Klavier, indisches Harmonium und Rhythmusinstrumente. Eine Ausbildung zur Kinderyogalehrerin eröffnet mir nun auch noch andere Wege, mit Kindern zu arbeiten. Auch hier kann ich Musik und Klang kreativ einsetzen. Mehr darüber auch auf meiner website www.yoga-und-musik.at.

 

Durch die Meditation habe ich gelernt...

Ich bin Bikash Frost, seit 1982 Schüler von Sri Chinmoy. Mit der HerzLicht-Methode coache ich Unternehmen Achtsamkeit und Meditation in das tägliche operative Geschäft zu integieren. Es entsteht eine herzliche Unternehmenskultur und praktische Lösungen die nachhaltig wirken, weil sie von innen nach aussen wirken.

Ich möchte mit Ihnen die Inspiration und Freude teilen, die ich durch meine Lebensentwicklung erleben darf.

Das ist heute, doch wie hat alles angefangen? Nach meinem Abitur studierte ich ganz klassisch BWL. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dadurch ultimativ glücklich zu werden. Nicht das ich bis dahin unglücklich gewesen wäre. Ich hatte eine glückliche Kindheit und auch eine schöne Zeit als Jugendlicher. Doch da waren des öfteren Momente, in denen ich das starke Bedürfnis hatte mich mit der "inneren Welt" und der Seele zu beschäftigen.

Als ich auf Bücher stieß, die über Meditation schrieben, erregte das meine Aufmerksamkeit. Ich war neugierig und versuchte es selbst. Mit mäßigem Erfolg muss ich sagen. Meine Suche war anfangs nicht anhaltend. Periodisch kehrte so eine Art „innere Sehnsucht“ wieder. Jetzt wuchs in mir das Bedürfnis einen Lehrer zu haben. Ich wollte aber nicht irgendeinen, sondern einen wahren Meister, von dem ich wirklich alles lernen könnte. Zu der Zeit dachte ich, man könne einen Meister ausschließlich in Indien finden. Und genau da wollte ich nicht hin. So etwas nennt man wohl ein Dilemma.

Zum Glück gab es ein Buch auf das ich aufmerksam wurde. Der Autor, ein Brite namens Reshad Field, schrieb in  „Ich ging den Weg des Derwisch“ über sein Leben und wie er zu seinem Meister gekommen ist. Er fand ihn in Schottland. Da erwachte in mir eine Hoffnung, wenn es Reshad Field gelungen ist, einen Meister in Europa zu finden, müsste es für mich doch auch möglich sein. Über dieses Buch bin ich mit weiterer Sufi Literatur in Berührung gekommen. Zur Erläuterung, Sufismus ist der mystische Teil des Islams und ist ein Weg des Herzens und der reinen Liebe zu Gott. Das hat mich außerordentlich fasziniert. Dann geschah eine Weile nichts.

Bei einem meiner Besuche in der Unibibliothek Köln fiel mir ein Poster für einen Vortrag über spirituelle Meister auf. Es sprach mich direkt an aber ich ging nicht hin. Nach ein paar weiteren Wochen entdeckte ich wieder ein einziges Poster, an einem Laternenpfahl. Diesmal war das Thema „Tod und Wiedergeburt“. Ich kam nach Hause und sagte zu meiner Frau: heute Abend müssen wir unbedingt auf diesen Vortrag gehen. Diesmal klappte es.

Der Vortrag wurde von einem Schüler Sri Chinmoys gehalten. Das was er sagte war gar nicht so wichtig für mich. Es war seine Ausstrahlung die mich faszinierte. Als ich dann am Ende des Vortrags noch ein Foto von Sri Chinmoy sah, hatte ich in meinem Herzen das Gefühl, jemanden zu treffen der mir sehr vertraut war.

Kurz darauf entschied ich mich Sri Chinmoy zu bitten, mich als Schüler anzunehmen. Dazu schrieb ich ihm einen Brief und legte ein Foto von mir dazu. Ich wurde angenommen und bin seither auf einer spannenden und erfüllenden Abenteuerreise, sowohl in der inneren als auch in der äußeren Welt.

In meinem beruflichen Leben habe ich sehr viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln dürfen, die mir dabei helfen, meinen Traum zu leben. Ich coache Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter eine Unternehmenskultur zu leben, die auf Vertrauen und Respekt basiert.

Natürlich haben Unternehmen eine wirtschaftliche Aufgabe. Viel wichtiger für mich ist jedoch die Aufgabe, Menschen einen Rahmen zu geben, der ihnen hilft, persönlich wachsen zu können.

Durch die Meditation habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Zeit für Wichtiges zu haben, und eine innere Freude zu kultivieren. Achtsamkeit und Meditation sind daher auch in Unternehmen ein Schlüssel zu ganzheitlichem und nachhaltigen Erfolg. Es ist mir ein tiefes Anliegen, einer Arbeit nachzugehen, die mit Sinn erfüllt ist und die meinem Verständnis von Spiritualität entspricht.

Warum 3100 Meilen laufen?

3100 Meilen oder fast 5000 km klingen wie eine Ewigkeit und wahrlich, es fühlt sich auch so an.

Sehr oft wurde ich gefragt:  „Warum läufst du so ein langes Rennen?“

Das ist eine Frage, die man so nicht auf die Schnelle beantworten kann; da muss ich weiter ausholen. Jegliche Art von Sport hat von jeher eine magische Anziehung auf mich ausgeübt, aber Laufen hat immer eine zentrale Stelle für mich eingenommen. Es ist so einfach und man braucht nur, eine Hose, ein T-Shirt und ein paar Laufschuhe. Als ich gerade einmal 10 Jahre als war, bin ich einfach so aus einer Laune heraus einen Halbmarathon gelaufen. Ich habe damals von Ausrüstung noch nicht viel Ahnung gehabt und habe mir dabei zwei blaue Zehennägel eingehandelt. Ich war nie wirklich ein sehr schneller Läufer, aber ich habe die Bewegung, die Herausforderung und das Gefühl zu laufen, einfach geliebt. Meine Einstellung zu vielen Dingen änderten sich in unglaublichem Maße, als Sri Chinmoy mein spiritueller Mentor wurde. Das Motto von Sri Chinmoy ist „Self Transcendence“ in allen Bereichen des Lebens. Das soviel bedeutet wie, dass wir uns immer wieder verbessern können, über unseren eigenen Schatten springen können. Sehr viele Restriktionen sind im Verstand und wir glauben, dass dies oder jenes nicht möglich ist, aber wenn wir es versuchen, dann sehen wir, dass es nicht nur möglich ist, sondern unvermeidlich, wenn wir den Glauben daran haben und Geduld kultivieren.

Ashrita Furman ist ein strahlendes Beispiel dafür. Ashrita hat mehr als 100 Guinness Rekorde und er ist unermüdlich in seinen Bemühungen weitere hinzuzufügen.

Ich glaube, dass jeder Läufer einmal den Traum gehabt hat einen Marathon zu laufen. Am Anfang ist es ein Traum, aber mit fortschreitendem Training wird es immer mehr eine Realität. Dann kommt der große Tag. Du stehst am Start und… Stunden später läufst du über die Ziellinie und bist im siebenten Himmel; eine weitere mentale Barriere ist durchbrochen.

Vor einigen Jahren wurden die Marathon Läufer noch als ein verrücktes Völkchen verunglimpft und jetzt jagt ein Teilnehmerrekord den anderen; der Marathonlauf wurde salonfähig. Nach meinem ersten Marathon habe ich von einem 700 Meilen Lauf gehört und ich war sofort begeistert von der Idee. Das Problem war nur, dass ich mir das nicht wirklich zutraute. Eine kleine, aber immer lauter werdende Stimme hat dann aber doch das Ruder in die Hand genommen und ich habe mich an die Startlinie gewagt und den Lauf beendet. Über einige Jahre sind  meine Ausdauer und meine mentale Stärke mit mir gewachsen und ich habe den 3100 Meilen Lauf geschafft. Wer hätte sich das vor Jahren gedacht, dass ich einmal so eine Distanz laufen werde? Mit Geduld, Zielstrebigkeit und Gnade, gibt es irgendetwas, dass unmöglich ist? Der Self Transcendence 3100 Meilen Lauf, wie er genannt wird, ist ein ganz spezieller Lauf, in vielfacher Hinsicht und auf mehreren Ebenen. Er umfasst für mich: Die Ewigkeit von unserem Fortschritt im Leben Die Herausforderung  des Lebens Die Ausdauer, die wir in unserem Leben brauchen Die Geduld Dinge zu erreichen Den inneren Frieden, in jeder Situation zu bewahren Die Hilfe die uns ein positiver Verstand geben kann …

Was diesen Lauf für mich so speziell macht ist, dass ich in relativ kurzer Zeit sehr viel über mich erfahren kann. Die Distanz von 3100 Meilen muss in 51 Tagen bewältigt werden und das macht im Schnitt 60,7 Meilen. Da geht es oft ans Eingemachte und es wird alles sehr intensiv. Für 51 Tage musst du sehr konzentriert sein und mit Regen, Schwüle, Hitze, Verletzungen und Schlafentzug umgehen lernen. Du gehst wirklich an die Limits und  musst Tag für Tag aufs Neue lernen mit Problemen umzugehen.

Bei diesem Punkt möchte ich gerne sagen, dass je länger das Rennen wird , der Verstand immer wichtiger wird. Du kannst so viel Energie generieren, wenn dein Verstand ruhig  und fröhlich ist. Wenn deine Gedanken Amok laufen und negativ sind, dann verlierst du unglaublich viel Energie und du siehst überall nur das Negative. Hier kann die Meditation extrem helfen unseren Verstand zu kontrollieren und ihm eine positive Ausrichtung zu geben. Ich möchte an dieser Stelle eine Begebenheit von einem Läufer erzählen. Bei einem 100km Lauf in Wien ist ein Freund von mir mitgelaufen und er hat bereits 70km hinter sich gehabt. Er hat sich noch recht frisch gefühlt als seine Frau kam und sagte:“ Du schaust erschöpft aus, du schaffst es nicht.“ Sicher genug, fünf Kilometer später hat er aufgegeben; die Kraft des Verstandes.

Smarana, 2004

Während des Laufes ist es wie eine Hochschaubahn, du hast deine Auf und Ab, aber wenn du weiter machst, siehst du auch nach dem längsten Tunnel irgendwann wieder Licht; du musst einfach dran bleiben und nach dem Positiven schauen und du wirst belohnt werden. Ist es nicht das gleiche im täglichen Leben. Kennen wir nicht alle das Gefühl an machen Tagen, dass wir am liebsten die Decken über den Kopf ziehen würden und das Haus nicht verlassen wollen? Bei dem 3100er  bekommt man viele Möglichkeiten solche Momente zu erleben und  damit umzugehen. Nach so einem Lauf kommen mir so viele Probleme  lächerlich vor. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeiten, diese Erfahrungen in einer zeitlich so geballten Form, erfahren zu dürfen. Bei diesem Lauf kannst du dich nicht gehen lassen und bei Problemen klein beigeben. Jedes Problem dem du aus dem Weg gehen willst, wird dich so lange verfolgen, bist du es gelöst hast. Im normalen Leben, können wir uns mit Fernsehen oder anderen Zerstreuungen ablenken, aber nicht hier- sich dem Problem stellen ist die Devise. Der Lauf fängt mit dem ersten Schritt an und viele müssen dem folgen. Wenn du immer an die ganze Distanz denkst, dann fängt der Verstand zu rotieren an, also musst du es in kleinere Portionen teilen. Der Verstand kann mit einem Tag, mit ein paar Stunden oder einigen Runden etwas anfangen, aber nicht mit der „Ewigkeit“. Wenn wir im Moment an alles denken würden, was wir noch alles in unserem Leben machen müssten, würde das wie ein riesiger Berg  vor uns stehen und uns nicht gerade motivieren. Ist dieses Rennen nicht ein großartiger Lehre fürs Leben? Sri Chinmoy nimmt an dem Lauf persönlich sehr großen Anteil und ist fast jeden Tag zu den Läufern gekommen um uns zu inspirieren. Al Howie war in den 80er Jahren eine Ultra Legende. Nach einem 1300 Meilen Lauf, organisiert vom Sri Chinmoy Marathon Team, sind wir zusammen gesessen und  er hat gesagt: “Jedes Mal wenn ich hierher komme und mitlaufe, verlasse ich den Lauf als besserer Mensch.“ Ja, deswegen laufe auch ich dieses Rennen  immer wieder, um ein besserer Mensch zu werde.

A demonstration of the Master’s occult powers

This is one of the stories in our Story-Gems project, a collection of our experiences with our Guru, Sri Chinmoy. Project homepage »

We had a very memorable experience that happened on Guru’s birthday, August 27, 1972. He was turning 41 years old. And even though that may seem young to most of us these days, at that point I was only 20 myself, and Guru always seemed to me like an eternal, ageless type of Master.

This was the first large birthday celebration that Guru had ever had, and it took place near our Connecticut Centre. Everything was situated outside in this big field. We had a stage set up, and the entire function—all the music and plays and everything—took place outdoors.

In the middle of the function that afternoon, the clouds began to gather, and soon it started to rain lightly. So Guru went up on the stage, sat down in a chair, and meditated. And it stopped raining.

Then someone got up and announced, “You’ve just seen a demonstration of the Master’s occult powers.” To which Guru responded very modestly, “It’s going to rain again.”

The function continued for maybe another half hour to an hour, and the clouds grew darker. Eventually it started raining really hard, with water just pouring out of the sky. At that point, Guru walked over to the side of the field, where there was a little forest of trees, and began meditating again. You can see this in the photo. At the time, I was standing over to the side, maybe ten or fifteen meters from Guru, when someone next to me took this picture.

In it, Guru is wearing a garland. This was because it was his birthday, and someone had given it to him. You can see that Guru is looking up at the sky. If you look very closely at his front pocket, you’ll see a white piece of paper—that was the program for the birthday function. More importantly, you can see that the sun is beginning to shine again. This is exactly when the sun started coming out.

Guru started meditating in the pouring rain, then we could see the sun shining on the tree behind him. When we looked up at the sky, we saw a big round space in the clouds getting bigger and bigger, and the sun started shining. Just like that, no more rain. The sun shone brightly for the rest of the day.

Surrender to God’s Will.
You will see miracles
At every turn.

Sri Chinmoy 1

Check your Front Tire

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When I was 19 years old and still in college, I had to go home from school for the summer. I had recently joined Guru’s path and had been a disciple for only a month. I still didn't understand Guru that much and had a little bit of fear about the whole “being a disciple” thing, but as this story will show, I was also receptive to Guru’s influence and protection.

My means of transportation was my motorcycle, and I had to ride it home about 100 kilometers on the highway. As I got on the motorcycle, I felt a very powerful thought—you could say an inner voice—run through me. It wouldn't leave my mind, and it gave me two directives. The first was, “Check your front tire. Before you ride your motorcycle, check the front tire of your motorcycle.” And the second was, “Chant ‘Supreme’ all the way home.” (Sri Chinmoy’s preferred term for God was “Supreme.”)

I had not yet met Guru in person, and I didn't know where this thought was coming from. But it was extremely powerful and it wouldn’t leave me. So I checked the bike—I checked the tires, I checked everything. And I rode home very carefully at a minimum speed, chanting, “Supreme, Supreme, Supreme, Supreme” the whole way. I thought I was going crazy, but I felt compelled to do these things.

An hour later I was almost at my home town, riding slowly along a very fast highway, when all of a sudden the front wheel of my motorcycle started shaking and shaking. I couldn't handle the bike any more. I slowed down even more and was able to drift over to the shoulder of the road and jump off my motorcycle. The only reason this was possible was because I was prepared for it.

I got off, looked at my motorcycle, and saw that the front tire was totally flat—no air at all. At that point, I knew that Guru had just saved my life, and my faith in him increased by two thousand percent. Just like that, I had no more fear of Guru, because it was obvious that he had warned me about my front tire going flat an hour before it happened. I knew that if I had been riding normally along the highway, I would have definitely gotten badly hurt or even killed if I hadn’t received that warning from Guru.

When I got home and my parents asked me, “What are you doing with this meditation, with this teacher? What practical value does it have?” all I really had to say was, “Well, he just saved your son's life. That's pretty practical.”

My faith in God
Is my inner freedom.
My faith in God
Is my outer confidence.

Sri Chinmoy 1

Just start!

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At one point during the early 1980s, Guru asked me to start putting on Sri Chinmoy tennis tournaments in the same way that the Sri Chinmoy Marathon Team holds running races.

My internal reaction was interesting because it shows how, as humans, we are composed of different aspects. Parts of me—you could say my heart and soul—were absolutely thrilled. But my mind was thinking, “I know how tennis tournaments are.”  I was aware that very often the players (and the parents, if it's a junior tournament), can get very intense. I was also quite concerned about how we would arrange for such a tournament and have it be really good.

It was winter in Chicago, which is extremely cold, so I realized I would have to rent an indoor tennis space, which is pretty expensive. Because of this, I knew we couldn't have a tournament for multiple age groups. We would have to keep things more tightly focused than that. I wanted the tournament to showcase good, interesting tennis without being too aggressive, so I chose to do a “girls 14 and under” tournament at an indoor court in Chicago.

Sri Chinmoy (centre, in white and red shirt) and Anugata (to Sri Chinmoy's left) at one of the Sri Chinmoy tennis tournaments.

The photo shows the disciples from the Chicago Centre with Guru, who came to Chicago for the tournament (and also to give a concert). Guru was glowing two or three times as much as anybody else there. The tournament itself went quite well, and the kids and their parents enjoyed themselves a lot. We did something that people don't generally do for tennis tournaments—we had tons of food.

We also had special shirts made for everyone to wear. They said “Sri Chinmoy Tennis Classic” on the front of the shirt and, because my mind was in Wimbledon mode at the time, an image of a laurel wreath. The trophies were beautiful silver bowls. The whole event was done almost like a national tournament, and the participants were really thrilled.

This is all an example of Guru’s grace. Of all the disciples there, I was the only one who really knew much of anything about tennis. But we all worked together to put on this tournament, and everything turned out amazingly well. Everyone was happy—Guru, the disciples, the players and their parents.

Guru used to always say, “Just start, start.” This story shows how, if you just start your project, whatever it may be, the negative forces that worry you will recede, and then the divine forces can come into it and create a marvelous event.

God-manifestation-teamwork
Is infinitely better and happier
Than any other teamwork.

Sri Chinmoy 1

A sublime meditation with Sri Chinmoy

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In recent years certain rules for new disciples have been established about when you can come to New York for a visit. You have to be disciple for a while so that you can understand what's going on. But we didn’t have these rules when I first joined the path, so the first time I went to New York for our August Celebrations, I didn't understand. I thought I was going to just sit down near Guru and have really high meditations all the time.

What actually happened was that on the day I arrived, they were having Games Day in Connecticut. I showed up to find Guru sitting on a basketball court watching the New York girls versus the San Francisco girls play a rather ferocious game of basketball.

Of course Guru was way ahead of everything and everyone else, and knew exactly what to do with all of us at all times. I was basically okay, but a little confused. Where was the meditation? I went a short distance away to sit on a nearby stone wall and tried to meditate. And suddenly I had this amazing experience.

I was taken away from my physical body and felt like I was floating above myself. It was ecstatic! After a short time, I turned my head to look at Guru. He was maybe two hundred meters away, and as soon as I looked in his direction, he turned around to gaze at me most intensely.

Then the experience ended. However, I knew that Guru was fully aware of what had just happened to me. I vividly remember the experience to this day.

The moment I recognised my Master,
He blessed me with his heart-wings
To soar in Infinity’s Sky.

Sri Chinmoy 1